EIN KATER IST KEIN SOFAKISSEN

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EIN KATER IST KEIN SOFAKISSEN
DIE FEUERROTE FRIEDERIKE
MINI FÄHRT ANS MEER

EIN KATER IST KEIN SOFAKISSEN

erschienen im Verlag Sonne, Mond und Sterne 1997

Ich bin ein schwarzer Kater mit weißen Pfoten und einem weißen Fleck auf der Brust. Ich hatte 4 Geschwister, die größer und stärker waren als ich. Deshalb musste ich um mein Futter kämpfen. Meine Mutter, meine Geschwister und ich wohnten in einem Kuhstall.
Eines Tages kam eine Familie mit zwei Kindern in den Stall und nahm mich mit. In dem neuen Heim fühlte ich mich anfangs wohl und bekam den Namen Samuel. Meine Katzenfamilie fehlte mir ein bisschen, aber ich musste nicht mehr ums Futter kämpfen. Das jüngere Kind, der Axelburli, wurde von Tag zu Tag lästiger. Dauernd wollte er mich herumtragen und streicheln. Wenn ich mich versteckt hatte, zog er mich am Schwanz hervor. Ich hatte Angst vor dem Axelburli. Wenn ich Angst hatte, sträubte ich mein Fell und fauchte. Die Menschen glaubten, ich sei gefährlich. Ich machte viel Unfug und es reichte der Familie, deshalb brachte sie mich zu einer alten, dicken Frau, die ein kleines Haus hatte.
Ich bekam den Namen Muzibu. Die Frau war sehr nett zu mir. Jeden Tag kam ein junger Mann mit einem vollen Korb mit Leckereien. Die Frau war nämlich zu alt zum Einkaufen. Die Leckereien aus dem Korb teilten wir uns immer. Mit der Zeit wurde ich kugelrund. Eines Tages wachte die alte Frau nicht auf. Sie war tot. Später klingelte es an der Tür. Da niemand öffnete, schlugen zwei Männer die Scheiben ein. Ich versteckte mich unter dem Bett. Die Männer kletterten durch das kaputte Fenster in das Haus. Sie merkten, dass die Frau tot war.
Unter den Männern war der junge Mann mit dem Korb. Er holte mich unter dem Bett hervor und brachte mich in seine Wohnung. Er nannte mich Herr Kugel, da ich so dick war. Dort bekam ich fast nichts zu fressen, was ich unangenehm fand. Aber dafür wurde ich schlank und konnte sehr gut laufen und springen. Eines Tages zog ein Fräulein bei uns ein, da ich ein Kater bin, markierte ich an verschiedenen Stellen in der Wohnung. Das stank natürlich. Das Fräulein meinte, ich müsste kastriert werden und schleppte mich zum Tierarzt. Von dort gelang es mir zu entkommen.
Ich zigeunerte in der Gegend herum, fing Mäuse, erschreckte Vögel und spielte mit Katzen. Ich wollte keine Hauskatze mehr sein und entschloss mich für ein freies Leben.

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