MINI FÄHRT ANS
MEER
erschienen im Dachs-Verlag 1992

Mini ist ein dünnes, großes
Mädchen und hat das erste Schuljahr hinter sich. In ihrer Familie leben Papa
Peter, Mama Lisi, Bruder Moritz, Katze Mauz und Oma.

Mini ist mit ihrer Familie bisher immer auf einem Bauernhof gewesen, doch in
diesem Jahr will Moritz ans Meer fahren. Bis jetzt sind sie nicht ans Meer
gefahren, weil Mini eine empfindliche Haut hat. Mini sagt:" Fahren wir doch
ans Meer. Ich gebe mir ein Kilogramm Sonnenkrem auf den Körper und lege mich in
den Schatten."
Weil sich die Familie über das Reiseziel nicht einig ist, schlägt Mini den
Atlas auf, schließt die Augen und bleibt mit dem Finger auf einem Landfleck
stehen. Sie sagt: "Wir fahren nach Italien."
Mama mietet ein kleines Haus in Larucca. Moritz packt sehr viel von seinem Kram
ein. Die Fahrt dauert lange und ist sehr anstrengend. In Larucca darf man nicht
bis zum Haus fahren. Sie packen das Auto aus, und Moritz muss seinen Kram selber
tragen. Ohne Hilfe hätte er es aber nicht geschafft. Das Haus hat ein
Erdgeschoss mit Küche, Bad, WC und einen Stock mit zwei Zimmern und einen
Balkon mit super Aussicht aufs Meer.
In der ersten Nacht dreht Moritz das Licht nicht ab, das Fenster ist offen.
Daher fliegen viele Nachtfalter ins Zimmer. Er schreit: "Mama! Da sind
Viecher!" Mama dreht das Licht ab und die Falter verschwinden.
Am nächsten Morgen gehen sie an den Strand. Es gibt keinen Schattenplatz für
Mini, daher muss sie im Wigwam sitzen. es ist ihr langweilig. Mama gibt bunte
Sonnenkrem auf die Haut.

Mini findet viele Freunde. Moritz und Mini sammelten Muscheln, Schneckenhäuser,
Seeigel, Seesterne, Kieselsteine, Seepferdchen und tote Fische. Sie geben alles
in einen Sack und stellen ihn auf den Balkon. Alles beginnt zu stinken. Mama
will den Sack wegwerfen. Papa, Moritz und Mini fahren zum Strand und sortieren
den Sack aus. Sie waschen alles ab und verstauen es ins Auto. Zu Hause schenkt
sie Oma Muscheln und Schneckenhäuser.

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