
Schwerpunkt : INTEGRATION
„Egal wie ein Kind beschaffen ist, es hat das Recht alles Wichtige über die Welt
zu erfahren, weil es in dieser Welt lebt." (Referat - Univ. Prof. Dr. Feuser)
Wir leben und lernen in einer Gemeinschaft ( entsprechend der verschiedenen
Entwicklungsniveaus, Sprachen, Nationalitäten, Kulturen, ... )
Daraus ergeben sich
- offene Unterrichtsformen
- individuelle Förderung
- projektorientiertes Arbeiten
- soziales Lernen
Für uns Lehrer, die wir seit vielen Jahren in einer Integrationsklasse arbeiten, ist der
Ausdruck - das Schlagwort „Integration" nicht eine Mode in der Erziehung, sondern sie
bedeutet für uns eine tiefgreifende Änderung unserer Auffassung vom Menschen und
seiner Entwicklung.
Integrativer Unterricht heißt daher für uns in erster Linie, jedes Kind in seinem „So - sein"
anzunehmen, zu respektieren und ihm als Menschen mit Kopf, Hand, Herz und Sinnen
im Unterricht gerecht zu werden.
Zirka 24 Kinder - etwa 4 davon sind als unterschiedlich behindert eingestuft - leben,
lernen und spielen in einer zu einem Lern - und Arbeitsraum umgestalteten Klasse.
Da es im integrativen Unterricht darum geht jedes Kind auf seinem Entwicklungsniveau
abzuholen und seine Grenzen zu akzeptieren , versuchen wir Lehrer den Unterricht
möglichst ganzheitlich, handlungsorientiert, projektorientiert und anschaulich zu
gestalten und darüber hinaus auch Individualisierungen vorzunehmen.
Individualisierung heißt, dass die Themen und Lerninhalte von uns so strukturiert werden,
dass jeder Schüler davon profitieren kann.
Alle Kinder arbeiten miteinander an der Realisierung eines gemeinsamen Lerninhaltes,
ohne dass jeder alles zu machen und zu können braucht.
Das heißt grundsätzlich spielen, lernen und arbeiten „behinderte" Schüler/innen
zusammen mit ihren nichtbehinderten Mitschülern.
Aus dieser Zusammenarbeit und dem täglichen Zusammensein ergeben sich automatisch
soziale Lernprozesse.
Soziales Lernen, das heißt voneinander und miteinander lernen, einander richtig helfen,
zusammenzuarbeiten sind jedoch nicht nur erlaubte, sondern vielmehr von uns erwünschte
und auch geförderte Verhaltensweisen.
Jedes unserer Kinder hat für uns ganz individuelle Stärken und Schwächen, daher gibt es
für uns auch keine deklarierten „Integrationskinder", sondern es gilt das Wort von
Maria Montessori : „ Der Weg, den die Schwachen gehen, um sich zu stärken, ist der
gleiche, den die Starken gehen, um sich zu vervollkommnen."