Sl Dipl. Päd. Andrea Schery
Der Unterricht in Werkerziehung verfolgt das Ziel, die Schüler
zu manueller Geschicklichkeit und zu sachgemäßen Umgang mit Material
und Werkzeug zu führen. Materiale Erfahrungen werden im aktiven Experimentieren
und Erkunden gesammelt. Die Schüler erfahren durch das Erlernen
verschiedenster einfacher handwerklicher Fertigkeiten wie Falten, Sticken,
Nähen, Applizieren, Flechten, Weben, Stockerlstricken, ..., dass Materialien
die ihrer Beschaffenheit angemessene Handhabung und Bearbeitungsform fordern.
Sie äußern eigene Wünsche und überlegen, wie diese zu realisieren
sind.
Soziale Arbeitsformen (Einzel-, Partner-, Gruppen-, Klassenarbeit) ermöglichen
die Einsicht, dass durch Arbeitsteilung ein gemeinsames Produkt geschaffen werden
kann. Der Schüler wird zu grundlegenden Tätigkeiten angeleitet. Er
stellt dadurch fest, dass er bestimmte Materialien gern mag und mit anderen
nicht gerne hantiert. Im Verlauf des Schuljahres werden verschiedene Gestaltungsmaterialien
kennen gelernt und vielseitige Erfahrungen mit ihnen gesammelt. Der Schüler
lernt für eine bestimmte Zeit sich mit einer Arbeit zu beschäftigen.
Im Unterricht hat der Schüler Spaß am Gestalten und Experimentieren
und er lernt zu erkennen, dass Material sich durch eigenes Zutun verändert.
Er führt durch Hinzutun, Wegtun, Verteilen, Mischen ... Veränderungen
herbei. Der Schüler hat die Möglichkeit, dank erworbener Kenntnisse
Produkte herzustellen, die persönlich bedeutend, nützlich und wünschenswert
sind. Er darf im Unterricht seinen persönlichen Bedürfnissen entsprechend
gestalten und produzieren. Gegenstände werden durch den Schüler geplant,
das notwendige Material bestimmt, erforderliche Werkzeuge und Hilfsmittel verwendet
und das Vorhaben ausgeführt.